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Dämmerung

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Ich bin 4 Jahre alt und stehe im Bettchen am Fenster 
ohne Gardinen. 
Draußen ist es nicht Tag und auch nicht Nacht. Alle 

schlafen. Ich halte
mich am Bettgitter fest und schaukle von einem Bein 

auf das Andere. Die Augen
weit aufgerissen auf der Suche nach Liebe, die der 

Tag mir verwehrte und die Nacht verschlang.
Zu früh für die Sorgen und den Druck des Tages – 

Alles noch so weit weg!
Zu spät für den Terror der Nacht. Eltern die sich 

anschreien und schlagen. – Alles schon so weit weg!

Jetzt bin ich erwachsen.

Meine Arme liegen angewinkelt auf der Fensterbank 

und ich spüre das Blut in meinen Fingern pulsieren, 
auf denen mein Kinn ruht. Draußen ist es nicht Tag 
und auch nicht Nacht.
Ich liebe diese Zeit des Tages, auch wenn sie nur von 

kurzer Dauer ist. Dieses Zwielicht, welches mich viele 
Dinge nur schemenhaft erkennen lässt.
Den Augenblick selbst aber so intensiv macht,
weil das Bewusstsein jetzt stärker nach innen gekehrt 

ist. Ich fühle mich dann, als wären alle meine Sinne 
geschärft. Auch wenn…

Love.........today and tomorrow

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Ich denke an Dich. Deine warme Haut im Mondeslicht. 
Die feinen Linien, die Dein Gesicht ausmachen, als 
wäre es aus Alabaster. Dein Haar, welches das Licht 
teilweise reflektiert und anderswo wieder bricht. Augen 
in die ich sehen und in denen ich mich verlieren möchte. 
Lippen so wohlgeformt, dass sie in mir die Hoffnung 
aufkeimen lassen, zu sehen wie sie meinen Namen bilden. 
Meine Hände, wie sie von samtenem Gefühl durch Täler 
und über Hügel streifen – grenzenlos.        Ich denke an Dich!

Ich denke immer noch an Dich. Deine warme Haut im 

Mondeslicht. Die Zeit hat sich nicht nur in dein Gesicht 
gegraben, aber ich erinnere mich. Dein Haar reflektiert 
mehr Licht und bricht es nicht, aber ich erinnere mich. 
Augen in die ich oft gesehen, mich verloren und 
wiedergefunden habe. Lippen so weich und bekannt, 
die liebevoll meinen Namen bilden. Meine Hände, wie sie 
von samtenem Gefühl durch neue Täler und Hügel 
streifen – atemlos. Ein Herz so groß, dass es auch Platz 
für meine Fehler hat.      Ich…

Ein Knopf...

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Ein Knopf. …Ist es ein Knopf?
Nein, es ist ein Auge meines Hundes
Ein treues, glänzend, neugieriges und rundes.
Die Nase saftig, kühl und klitschenass
Hunderte von Metern auf dem Boden schnüffelnd 

– was ist denn das?
Ohren so sanft, sensibel und weich
Verleiten zum Streicheln, daunengleich.
Schwingt die Rute hin und her, dass der ganze Körper bebt
Zeigt mir, dass mein kleiner Racker hier bei mir in Freude lebt.
Kann nicht lügen, tricksen, intrigieren oder heucheln
Lässt sich nur einfach gern und endlos streicheln.
Springt, hört auf Kommandos, wacht bei Nacht oder apportiert
Böse Zungen sagen oft: „ist doch alles nur konditioniert“
Mir doch sch… egal, weil meine Seele herzlich lacht
wenn es meinem Hund doch offensichtlich so viel Freude macht.
Ein Knopf? …Ist es ein Knopf?
Nein, es ist das Auge meines Hundes…


©Wolf N'Dawn